„Wild und frei?! – Biologische Vielfalt im Kontext klimatischer Extreme“ – Lehrerfortbildung R09220
LEHRERFORTBILDUNG Schuljahr 2027/2028
Agenda:
10.00 Uhr: Begrüßung, Kerstin Richter – Bildungsprojekt Sachsen im Klimawandel
10.30 Uhr: Wild und frei? Die biologische Vielfalt Europas im Kontext klimatischer Extreme, Dr. Stephan Kambach – Institut für Biologie / Geobotanik und Botanischer Garten / Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Vortrag und Diskussion
12.30 Uhr: Pause
13.30 Uhr: Biodiversität und Klimawandel – Arten, Lebensgemeinschaften und Ökosysteme Sachsens im Visier, Kerstin Richter
14.45 Uhr: Materialübergabe
Thematische Einordnung Dr. Stephan Kambach:
Menschliche Eingriffe in natürliche Ökosysteme haben global zu weitreichenden ökologischen Verwerfungen geführt. Die Zerstörung bzw. Umnutzung von beispielsweise Wäldern, Mooren und maritimen Ökosystemen sowie die Vernichtung von Arten in schwindeler-regenden Dimensionen war auch auf dem europäischen Kontinent und vor dessen Küsten gängige Praxis.
Weitreichende Vereinbarungen wurden geschlossen, um den weitern Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen, wie die EU-Fauna-Flora-Habitatsrichtlinie (1992), die EU-Biodiversitätsstrategie (2020), der globale Bíodiversitätsrahmen von Kunming-Montreal (2022) oder die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur (2024). Trotz klarer Ziele für 2030 stehen viele gefährdete Arten und Lebens-räume weiter unter Druck durch Landnutzung, -verschmutzung, invasive Arten und zunehmend auch durch den Klimawandel.
Damit rückt eine Frage in den Mittelpunkt, die überraschend schwer zu beantworten ist: Woher wissen wir, wie es um die biologische Vielfalt in Europa oder Deutschland steht? Zwar beobachten in Europa und Deutschland viele verschiedene Initiaven die unterschied-lichsten Artengruppen und Lebensräume.